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die medientechnische überlegenheit des westens

Estrid Soerensen | 30 April, 2008

13.05.08 at 16.15 : Seminar (public)

Die medientechnische Überlegenheit des Westens. Beobachtungen zwischen Ethnologie, Universalgeschichte und Actor Network Theory

Veranstalter: Joint Institutes Colloquium, MPI for Social Anthropology and Seminar for Social Anthropology, MLU

Ort: Seminar Room, Seminar für Ethnologie, Reichardtstr.11

Sprecher: Erhard Schüttpelz, Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg ‘Medienumbrüche’, Universität Siegen

Abstract: Auffassungen und Erzählungen, theoretische Konzepte und historische Begründungen einer medientechnischen Überlegenheit des Westens sind einerseits so alt wie die Abgrenzung “des Westens” vom Rest der Welt. Bereits seit dem 16. und spätestens seit dem 17. Jahrhundert konnte die Inanspruchnahme des Buchdrucks europäischen Reisenden als ein Faktor erscheinen, der sie auszeichnete und sie zu ihrem Vorteil von den Bewohnern der bereisten und unterworfenen Territorien unterschied. Andererseits hat sich die Eigenart der Erzählungen und Auffassungen von der besonderen medientechnischen Überlegenheit des Westens in den letzten Jahrzehnten, also im Zuge des neuerlichen Globalisierungsschubes, noch einmal radikal vertieft und verändert. Wenn man weniger die Kontinuität als den Kontrast zwischen den verschiedenen Jahrhunderten fokussieren wollte, könnte man sagen: während die “medientechnische Überlegenheit” in den ersten Jahrhunderten nur ein optionales Element im Repertoire einer allgemeineren – und nicht durch Medien begründbaren – “zivilisatorischen” Überlegenheit des Westens war, ist die medientechnische Überlegenheit seit dem 2. Weltkrieg in die Rolle einer unverzichtbaren Begründungsleistung der technologischen, aber auch der ökonomischen und politischen Überlegenheit “des Westens” gerückt (möglicherweise kurz bevor die Figur “des Westens” in der Selbstbeschreibung der Weltordnung verblaßt). Die medientechnische Überlegenheit des Westens ist offensichtlich eine mächtige ethnozentrische Figur (geworden) - wie läßt sie sich im Rahmen der neueren Universalgeschichte, der Actor Network Theory Bruno Latours und einer vergleichenden Ethnologie perspektivieren?

http://www.eth.mpg.de/research/mpfg1/index.html

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tagung: der mensch im experiment

Estrid Soerensen | 23 April, 2008

22.-24.5. am Institut für Geschichte der Medizin, Charité, Berlin Mitte: Flyer als pdf

Im Zuge der laboratory revolution wurde der Mensch „Gegenstand“ experimenteller Praktiken und wissenschaftlicher Versuchsmethoden. Die Tagung versucht, das Experimentieren am Menschen in seiner für die modernen Lebenswissenschaften konstitutiven Figuration einer historischen und epistemologischen Reflektion zu unterziehen. Dabei soll die starre, oft normative gesetzte Ordnung zwischen „Humanexperiment“ einerseits und „Heilversuch“ andererseits, zwischen „ethisch verwerflichen“ und „moralisch akzeptablen“ Menschenversuch aufgebrochen werden. Anhand von Fallbeispielen aus den verschiedensten Disziplinen und geographischen Räumen soll der Status des Menschen als Erkenntnisort im Selbst-, Impf- und Arzneimittelversuch diskutiert werden.

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vorlesungs-videos

Estrid Soerensen |

Wer Videos von Vorlesungen von Haraway, Agamben, Zizek u.a. sehen möchte, klickt: http://www.egs.edu/main/videolectures.html

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antrittsvorlesung michael hutter: kultur, wissen und innovation

Estrid Soerensen | 16 April, 2008

“Kultur , Wissen und Innovation: Theoretische und methodische Grundlagen eines Forschungsprogramms” lautet das Thema von Michel Hutters Antrittsvorlesung für die S-Professur “Wissen und Innovation” am Wissenschaftszentrum Berlin. Die Vorlesung findet im Rahmen des Forschungskolloquium Technik- und Innovationsforschung am 16. April um 18-20 Uhr in Raum ER 242 im Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) statt.

(Hardenbergstraße 36 A, 10623 Berlin, Altes Physikgebäude)

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sts-lesekreis am institut für europäische ethnologie, berlin

Estrid Soerensen |

Das nächste Treffen des STS-Lesekreises am Institut für Europäische Ethnologie findet am 24. April um 16-18 Uhr in Raum 212 statt. Folgende Texte aus der Zeitschrift Science, Technology & Human Values werden diskutiert:

“Multi-sited Ethnography as a Middle Range Methodology for Contemporary STS” von Christine Hine (2007). “The Growing Engagement of Emergend Concered Groups in Political and Economic Life” von Callon & Rabeharisoa (2008).

Optional sind die zwei Einleitungstexte zu den Heften, aus denen diese Aufsätze stammen.

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